
Er ist eine Lichtgestalt der deutschen 2.0 Landschaft: Lars Hinrichs hat Xing gegründet, groß gemacht und will laut Medienberichten jetzt sein Aktienpaket versilbern. Der Schritt ist überfällig.
Das US-Blog Techcrunch brachte zuerst die Gerüchteküche zum Brodeln: Eine noch unbekannte Person wolle im große Stil Anteile an der Business-Plattform Xing abgeben.
Das Hamburger Abendblatt will nun erfahren haben, dass es sich um Unternehmensgründer Lars Hinrichs handelt.
Extremwert Kapital-Rendite abgewartet?
Auf Anfrage sagte Hinrichs, er wolle Marktgerüchte nicht kommentieren. Er hält derzeit noch 27,7 Prozent der Xing-Anteile.
Der Schritt käme zu einem späten (2003 gegründet), vielleit zu späten Zeitpunkt. Andere erfolgreiche Internet-Gründer verkauften bereits nach 2 Jahren (Youtube, StudiVZ). Und der Kurs der Xing-Aktie hat schon bessere Tage gesehen. Dezeit bei knapp 33 Euro, ausgegeben für 22 Euro, lag er auch schon bei 51 Euro.
Als Investor, Hinrichs hält seine Anteile durch die Kapital-Gesellschaft „LH Cinco Capital GmbH“, muss der Unternehmer an die maximale Rendite seiner Anlage denken. Das Wachstum des Business-Netzwerks rutscht nach dem Gründungsboom und der gelungenen Internationalisierung vermutlich gen Kontinuität.
Das heißt, der Wert des Unternehmens würde demnach künftig nicht mehr so stark steigen. Das bewegt jeden Anleger, seine Investition auf ein rentableres Geschäft zu verlegen.
MDVsoft Networks
Andreas Beranek
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